Stille

Stille

Durch die frühe Dunkelheit verliert der Nachmittag an Spannung. Ruck zuck ist  das  das Licht weg. Entweder ich stelle eine Kerze auf oder ich schalte das gnadenlose weiße Licht ein, das keinen Raum für Phantasien zulässt. Ich erinnere mich an die Kindheitstage als das Kerzenlicht  immer irgendwelche Phantasiegestalten an die Wände warf. 

Weihnachten ist durch. Ich hatte mir nur Stille gewünscht. Richtige Stille und ich habe sie bekommen, was für ein Genuss. Nachdem der kleinere Teil dieser Familie in den höheren Norden in ihre angestammte neue Heimat abgerauscht ist wurde es still. 

Ansonsten ist Weihnachten an mir vorbei gerauscht. Wir waren zu zweit alleine zuhause. Ich hatte mich total mit dem Datum verschätzt. Irmgard  war dafür sehr sehr fleißig, sie hatte mit einigen Nachbarn eine wunderschöne Dekoration geschaffen. Nächste Weihnachten soll noch mehr Dekoration kommen. Leider ist bis jetzt noch kein Schnee gefallen. Denn ein Schneemann sticht sowieso alles aus.

tilleMorgen beginnt wieder der Ärztemarathon! Mir graust es davor. Die ersten die vor der Tür stehen werden sind nicht die hl. Drei Könige sondern der medizinische Pflegedienst. Obwohl ich die Mädels alle liebe, sie machen ja nur ihren Job; Keine Zeit zum ausschlafen.Stille

Familiäres

Familiäres

Mitten im Leben, dazu noch kurz vor Weihnachten, erfahre ich die traurige Nachricht, dass zwei meiner Verwandten sich für immer verabschiedet haben und der Rest der Verwandtschaft es „vergessen“ hat, mich zu benachrichtigen. Durch die Suche nach ihnen im Internet erfahre ich dann was Sache ist. Zugegeben wir standen uns alle nicht sehr nahe. Wobei ich meinerseits es mir schon gewünscht hätte. Es macht mich zutiefst  traurig „ausgesperrt“ worden zu sein. Wo doch der Tod so was endgültiges ist. Es ist der Moment der traurigen Gefühle. Der Gedanke an die nun nicht mehr aufklärbaren  „Familiengeheimnisse“. Diese geheimen Geschehnisse, die unbedingt gewahrt bleiben müssen. Weil sonst auch die Verfehlungen der Familie oder einzelner Protagonisten ans Tageslicht gezerrt werden würden Die Demaskierung wäre sicher brutal ausgefallen.Trotzdem ist es menschlich. Denn wir alle sind aus dem gleichen Holz geschnitzt.

Familie eben! Meine oder unsere das spielt nun keine Rolle mehr. Obwohl ich das ein oder andere noch gerne erfahren hätte um Zusammenhänge besser verstehen können. Es bleibt mir nur die Vermutung und die bleibt verborgen, geheimnisvoll, tragisch.  

Und dann begegnen dir wildfremde Menschen denen das tupfengleiche Schicksal passiert ist wie mir. Seelenverwandte. Es ist nicht  zu glauben wie so etwas möglich ist. Ein Weihnachtsmärchen oder was ? Glaubenssache und dennoch passiert es.

Da ist sie wieder diese  geheimnisvolle Vorweihnachtszeit  in der noch allerlei Wunder passieren können. 

Nachtgedanken 3

Früher alles besser oder nur alles anders ?

Eine Behauptung, die immer wieder zu hören ist, wenn es um den Rückblick in die Vergangenheit geht, besagt, dass früher alles besser  gewesen sei. 

In der unmittelbaren Vergangenheit mag das, hinsichtlich der  subjektiven Empfindung bezüglich der voranschreitenden  Lebensdauer und der körperlichen Wahrnehmung zutreffen.  Allgemein gültig hält  das sicher keinem  Vergleich stand. 

Wir Menschen sind aus uns heraus bestrebt uns weiter zu entwickeln. Irgendwie scheint jeder bestrebt,  seine Situation zu optimieren. Höher, schneller, weiter, besser, mehr .  Diese Eigenschaft hat uns in vielen Bereichen auf den heutigen Standard gebracht, mit dem Ergebnis, dass es immer noch nicht genug ist.

Wie ist dann die Aussage , dass es früher besser gewesen sei zu verstehen? Ist es die Sehnsucht nach mehr Einfachheit, nach der Kindheit, nach elterlicher Zuneigung,  nach bedingungsloser Anerkennung?  Oder ist  das menschliche, unser  Gehirn, so gnädig und hat all die negativ besetzten Erinnerungen gelöscht, unterschlagen all die Demütigungen, all die Mühe und den Schweiss, den unser Leben gefordert hat? Gibt es sie tatsächlich die reinen Glücksmenschen, die nie wirklich lebten, weil das Leben sie nie gefordert hat, sie Schlaraffenland- ähnlich nur den Mund aufsperren mussten um Rund-um versorgt zu werden, die tagein, tagaus glücklich lächelnd durchs Leben schreiten?

Ist es vielmehr nicht so, dass die Zeit in der wir heute leben, unser heute, das gerade Jetzt, nicht morgen schon Gestern war und übermorgen schon Vergangenheit und in einem Monat, einem Jahr oder so Früher ist. Wann fängt früher an? Kinder haben oftmals ein gutes Gespür  dafür. So sagte meine 5-  jährige Tochter im Gespräch einmal  „früher, als ich noch klein war…“ Wieviel Weisheit steckt doch in diesem Satz. Das Leben ist stete Veränderung, ständige Entwicklung. Deshalb ist das Früher nicht fassbar, es is unendlich. Es erschafft sich ständig neu. Es ist gelebtes Leben und kann keinem Vergleich standhalten . Es ist, was es ist und nicht mehr veränderbar. Wenn ich etwas aus meinen Erinnerungen heraus heute nachempfinden will, kann es nicht besser sein  nur eben anders. 
(FasS)

Sommer? Sommer!

Sommer? Sommer!

Es ist herrlich, morgens in das vom Sonnenlicht erhellte Zimmer zu treten. Glück ist, wenn dazu noch die Vögel zwitschern und tirilieren. Ein Gefühl von reiner Lebensfreude macht sich breit. Dankbar, dass ich sie spüren kann geht’s in den Tag.

Anders, als einstens gelernt, haben irgendwelche Menschen beschlossen, den Beginn der Jahreszeiten neu festzulegen. Nun beginnt heute, am 1. September, der Herbst. Das kann nicht sein, das kann und will ich für mich so nicht akzeptieren. Der Sommer geht für mich bis zum, von der Natur bestimmten Herbstanfang, am 22. September. Sommer ist für mich ein Gefühl. Dieses Gefühl lass ich mir nicht nehmen.Der Sommer bleibt in mir! Und da kann er sich von mir aus ein ganzes Jahr mit dem Frühlingserwachen, de Herbstkünstler und dem Winter vergnügen.

(FasS)

Nachtblitze 2

Früher Morgen. Ich werde wach. Die Blase drückt. Nach dem Entleeren zurück ins Bett. Und dann plötzlich sind sie da. Gedanken an die Eltern, Großeltern, die Vorfahren. All denen, die da aufmarschieren verdanke ich wie ich bin. Da vermischen sich die Bauern, mit Malern, die Kunstsinnigen mit den Händlern. Köchinnen mit Mägden, Schneiderinnen mit Dienstmädchen, Mütter mit Ordensfrauen. Eine lange, lange Reihe, die nicht nur in der Länge, sondern auch in der Breite, stetig zunimmt.

Die Frage, die sich mir nun stellt (weißt du die Antwort?)

In dieser langen, langen und breiten Reihe der Vorfahren und Vorfahrinnen stehe ich da nun am Anfang? oder bin ich am Ende? Die Erste oder gar die Letzte?

Muss ich nachher nochmal denken, drehe mich um, schnell noch ne Mütze Schlaf…

Nik vor 12 ist wieder „on board“

Ja, er ist noch und wieder da!

In den langen letzten Monaten sah es das ein oder andere Mal eher nach „Nik nach 12“ aus. Nun, abgehakt, nächster Punkt,

Ab nun werden wir im Team diese Seite gestalten und euch mit Gedanken und Gedankenblitzen unterhalten oder langweilen. 

Als „MaiS und FasS“  versuchen wir uns.

MaiS-  Mann an ihrer Seite

Fass- Frau an seiner Seite 

Das Team besteht also aus dem euch wohlbekannten Nik und Irmgard, der Frau an seiner Seite. 

Nachtblitze

Der Alltagstrott erweist sich immer wieder neu als äußerst ermüdend.

Die Abendroutine  gibt den Weg ins Bett frei. Hinlegen, Augen zu und ins Land der Träume abtauchen. Einfach? Von  wegen. Irgendwann ist es aber so weit und die  nächtliche Erholung beginnt. Entspannen, ruhig Atmen, Abschalten, Versinken. Es erholt uns so lange, bis uns plötzlich und unverhofft eine Lücke  an die Oberfläche katapultiert. Da ist sie. Plötzlich und unerwartet, DIE Idee. DIESE Idee, die darauf gewartet hat sich uns zu präsentieren. Die Nacht gebiert Erfinder allerhöchsten Ranges. Man fragt sich, warum ist DA noch keiner drauf gekommen? Diese Idee ist Goldwert! Das Ideenkarrussell dreht sich und zeigt,  wie die Umsetzung und der Erfolg gefeiert werden kann. Großartig! Phantastisch! Sensationell! Der Erfolgstaumel kann letztlich dem Sog der Tiefe nichts entgegensetzen und so behalten wir das Gefühl des Sieges und nehmen es mit in das unendliche Meer des Schlafes. 

Das Wecker klingeln reißt uns brutal wieder nach oben. Der neue Tag beginnt.

Morgenroutine. Halt, die Idee! Da war doch …

Mist. Das nächste Mal muss ich sie sofort aufschreiben.

Aus der Traum